Bildhauerei

Venus von Willendorf
Die Geschichte der Skulpturen beginnt schon in der frühesten Zeit der Menschheit. Als die Menschen noch jagen gingen, in Höhlen wohnten und Beeren sammelten, wurden bereits die ersten Figuren in den verschiedenen Lebensstadien geschnitzt. Eine Kalkstein-Figur der Fruchtbarkeit aus dem Jungpaläolithikum, die in Willendorf in Österreich gefunden wurde und die 'Venus von Willendorf' genannt wird, legt heute davon Zeugnis ab. 11 cm hoch, simpel aber exakt geschnitzt, und man glaubt, sie wurde zu religiösen Zwecken genutzt. Die Venus ist 25.000 Jahre!

Von diesen einfachen, ersten Arbeiten, haben sich die Skulpturen hoch entwickelt. Vor 3.000 v. Ch. haben die Ägypter und Griechen eine unter sich sehr unterschiedliche Skulptur-Form entwickelt, jedoch gibt sie heute noch einen wunderbaren Einblick in ihre Kulturen und Lebensarten. Während die Ägypter mit eher kleinen, meist königliche Figuren begannen und bis zu riesigen wie die Sphinx oder Ramses II entwickelten, schnitzten die Griechen eher kleine, weibliche Holz-Figuren, die den Tod, später die Fruchtbarkeit und somit das Leben zeigten.

Um 1.200 v. Ch. entstanden auf dem heutigen amerikanischen Kontinent riesige, einfache aber wunderbar ausdrucksvolle Figuren in den Azteken- und Olmeken-Kulturen. Erwähnt seien hier die großen Kriegerköpfe der Olmeken in Villahermosa.

Jesus Skulptur
Im 5ten Jahrhundert v. Ch. begann die Grundlegung der heutigen Skulpturenform. Der Realismus der Griechen sowie die abstrakten Figuren in Afrika haben bis heute überlebt und finden sich in der modernen Kunst wieder. Auch wenn die Entwicklung sehr weit gegangen ist, sind doch die Prinzipien die selben geblieben.

Heute bedeutet Skulptur die verschiedensten Formen. Jedes Material kann so geformt werden, wie es der Künstler in seiner Vorstellung sieht. Auch wenn es nicht jeder Betrachter auf die selbe Art und Weise interpretiert, so liegt doch die Schönheit in den Augen des Besitzers.