Malerei

Botticelli
Die Geschichte der Malerei beginnt schon mit den ersten Höhlenmalereien von Tieren und Szenen aus dem täglichen Leben wie die Jagd oder das Sammeln. Man nutzte zu dieser Zeit natürliche Materialien wie Kohle oder roten Ocker. So wie die Sprachen und die Musik, entwickelte sich die Malerei auf der ganzen Welt auf die verschiedensten Arten. Ostasiatische Malereien ist vollkommen anders als beispielsweise westeuropäische, die zur großen Zeit der Griechen, den Etruskern und Ägyptern entstand. Die menschengetreue Darstellung wurde von den Griechen in Skulpturen und Mosaiken eingeführt, wurde von den Römern übernommen und durch ihre weite Ausdehnung des Imperiums bis in die hintersten Ecken des Reiches gebracht. Sie ist heute noch in den meisten Teilen so erhalten wie damals.

Der Höhepunkt der Malerei wurde zur Zeit der Renaissance erreicht. Renaissance bedeutet 'Wiedergeburt', ist aus dem französischen entlehnt und bezog sich auf die Anerkennung der Kunst der 'alten' Griechen und Römer, nach dem im Mittelalter Jahrhunderte diese Kunst so gut wie völlig untergegangen war. Zu dieser Zeit lebten die größten Maler wie Rafael, Michelangelo, Leonardo da Vinci, Botticelli und viele andere. Diese Maler, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert lebten und alle in der italienischen Schule lernten, malten so bekannte Bilder wie die 'Schule von Athen', die Decke der Sixtinischen Kapelle, die 'Mona Lisa' oder die 'Geburt der Venus', Gemälde, die heute noch zu den wertvollsten der Kunstgeschichte zählen.

Renoir, La Danseuse
Die Entwicklung dieser menschengetreuen, photographischen Darstellung zog sich bis ins 17. und 18. Jahrhundert hinein. In der Barock- und Rokoko-Zeit entwickelte sie sich zu eher düsteren, dramatischeren Darstellungen mit dunkler Farbe, um danach wieder hell zu erleuchten und mehr zu dekorativen Zwecken genutzt zu werden. Ende des 19. Jahrhundert begannen die ersten französischen Maler wie Monet, Manet, Degas, Renoir und viele andere mit dem heute so genannten 'Impressionismus' zu experimentieren. Zunächst von der Gesellschaft abgelehnt, kamen doch immer mehr Maler von der klassischen Malerei in diese neue Technik und entwickelten im Laufe der Jahrzehnte den Kubismus, die abstrakte Malerei, den Expressionismus und den Surrealismus sowie die Malerei, die Gefühle ausdrückte und nicht mehr darstellte.